Praxisversuche „CSA Notfälle“

Am Wochenende vom 19.6. – 21.6. wurden in der Stadt Wuppertal die Praxisversuche zum Thema „CSA Notfälle“ durchgeführt.

An den Versuchen nahmen pro Versuchstag zwischen 28 und 34 Personen teil.

Die Probanden stammten von dem Umweltschutzzug / ABC – Dienst FF Wuppertal, dem Löschzug 5 FF Wuppertal, der BF Wuppertal, der FF Neuss, dem ABC Zug Köln, dem ABC Zug LK Lippe, der BF Bielefeld und der FF Solingen.

Das Auswertungsteam setzte sich aus Fachkräften der Bereiche Medizin (Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart) und ABC (FF Wuppertal, ABC-Gefahren.de, sowie BF Frankfurt / Main) zusammen.

Nachdem im Bereich der Teststufe II (sichere Fixierung / Handling Bebänderung) bereits 6 Transportmittel aussortiert wurden, erfolgten am Wochenende die Versuche mit (1) der Schleifkorbtrage, (2) der Rettungsmulde Typ Dortmund, (3) der Faltschlaftrage und (4) dem Rettungstuch.

Bevor die Probanden mit dem zugeteilten Transportmittel den 1. bzw. 2. Durchgang absolvieren konnten, mussten diese zunächst eine medizinische Untersuchung beim Logistik-Team Medizin durchlaufen. Hier erfolgte die Messung und anonyme Dokumentation von Blutdruck, Puls, Körpertemperatur und Körpergewicht. Weiterführend wurde durch ein Mitglied des Auswertungsteams der Druck der Atemschutzflaschen notiert. Nach Beendigung des Durchganges wurden bei jedem Probanden dieselben Messungen durchgeführt.

Die Zeitnahme erfolgte in 4 Stufen, damit die Analyse der benötigten Zeit effektiver untersucht werden kann.

Am Freitag stand die Untersuchung des Szenarios „CSA – Notfall auf einer Straße“ auf dem Versuchsplan. Hierbei wurde der verunfallte CSA Träger in 70 m Distanz zum Start- und Zielpunkt positioniert. Der Sicherungstrupp (in 3er oder 4er Stärke) musste sich somit zunächst auf dem Hinweg zum Verunfallten begeben, diesen dort auf das jeweilige Transportmittel verladen und abschließend den Weg zum Ziel antreten.

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Bild 1: Rettung ebene Fläche mit der Faltschleiftrage

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Bild 2: Rettung ebene Fläche mit der Schleifkorbtrage

Am Samstag galt es das Szenario „CSA Notfall im Kellerbereich eines chemischen Industriegebäudes“ zu untersuchen. Hierbei wurde der Heizungskeller der Hauptfeuerwache Wuppertal als Versuchsort gewählt. Neben den primären Aspekten der Engstellen und Rettung Treppe auf, ermöglichte die Umgebung zuzüglich eine leichte thermische und akustische Belastung.

Nachdem Start wurde durch den Sicherungstrupp ein Anmarschweg von 60 m durch den engen Kellerbereich durchgeführt. Um zu dem Verunfallten zu gelangen musste eine Treppe herunter gegangen werden, neben der sich der in Not geratene CSA Träger in einer Engstelle befand. In dieser Engstelle wurde jener dann auf das Transportmittel verpackt und über denselben Weg zum Ziel transportiert.

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Bild 3: Engstellenbereich

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Bild 4: Verpacken im Engstellbereich

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Bild 5: Rettung Treppe auf

Am Sonntag wurden abschließend Versuche für das Szenario „CSA Notfall im 1. OG einer chemischen Industrieanlage“ durchgeführt. Für dieses Vorhaben wurde der Schlauchturm der Hauptfeuerwache Wuppertal genutzt, deren Treppen und Engstellen eine weitere Steigerung zum Samstagsszenario darstellten.

Der Sicherungstrupp startete 10 m vor dem Eingang, musste auf dem Anmarsch die geschlossene Eingangstür öffnen und über das enge Treppenhaus ins 1. OG gelangen. Dort wurde der Verunfallte durch die jeweiligen Trupps in einer Engstelle verpackt. Im Anschluss daran erfolgte der Abtransport über den engen Treppenbereich.

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Bild 6: Engstelle, Lage verunfallter CSA Träger

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Bild 7: Rettung Treppe ab

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit Motivation und Interesse an den Versuchen teilgenommen haben.

Weiterführend gilt der Dank auch der WF Henkel, der WF Currenta, der Grubenrettungsschule Herne, sowie der WF Infracor Marl für die Ausleihe von Chemikalienschutzanzügen. Der BF Wuppertal und dem Umweltschutzzug / ABC – Dienst Wuppertal möchte ich für die Unterstützung während der Planung, sowie bei der Umsetzung am ganzen Versuchswochenende einen besonderen Dank aussprechen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die 2. Reihe der Praxisversuche gesucht!!

Am Samstag, den 01.08.2009 finden weitere Durchgänge zur Untersuchung von Transportmitteln, Belastungen des Sicherungstrupps und des verunfallten CSA Träger in einer Notfallsituation statt. Alle erwähnten Lagen werden an diesem Tage noch einmal je Transportmittel durchlaufen.

Für diesen Versuchstag werden wieder freiwillige, motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht!

Voraussetzungen Probanden:

– 18. Lebensjahr erreicht

– Erfahrungen im Tragen von CSA

– gültige G 26/3

– Erlaubnis der Feuerwehrführung

– komplette Persönliche Schutzausrüstung muss mitgebracht werden

(Einsatzbekleidung, CSA, Pressluftatmer, Atemschutzmaske)

Anmeldung bitte bis zum 27.07.2009 an

stefanganzke@uni-wuppertal.de

senden.

Wie bei den vergangenen Praxisversuchen wird die Versorgung für die aktive Probandenzeit sichergestellt.

Anfallende Kosten durch An- und Abreise, sowie Reinigung der verwendeten CSA können durch die Bergische Universität Wuppertal nicht finanziert werden.

Weiterführend suchen wir auch Personen die im Auswertungsteam mitwirken möchten.

Bei Interesse bitte ebenfalls eine Email an:

stefanganzke@uni-wuppertal.de

senden.

Wir würden uns freuen, wenn sich zahlreiche interessierte und motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die 2. Testreihe dieses Projektes finden würden.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

8 Comments

  1. Stefan Ganzke

    Hallo Rico,

    nachdem die Praxisversuche abgeschlossen und die daran anschließende Auswertung beendet ist, werden die Ergebnisse natürlich öffentlich bekannt gegeben. In welcher Form ist noch offen, jedoch ist und war ja mein Ziel, dass nicht nur ich als Student, oder nur eine Feuerwehr etwas davon hat, sondern alle.
    Grüße

  2. Stefan Ganzke

    Hallo Kai,

    die Anmeldung für die Praxisversuche ist bis zum 27.07. per Email möglich.
    Es werden auch noch motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.

    Grüße
    Stefan

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