Ist OP-Mund-/Nasenschutz ein Atemschutz?

Die Fragestellung beschäftigt uns immer wieder, nicht zu letzt im Rahmen einer Pandemieplanung. Gerne wurden und werden diese Masken im Zuge der Neuen Grippe verkaufen und genutzt. Und selbst bei einer großen Handelsketten konnte man diese an der Kasse neben Kaugummi und Zigaretten kaufen, wie ich selbst mit Erstaunen feststellte.

Die grundsätzliche Frage ist: Ist ein OP-Mund-/Nasenschutz ein Atemschutz?

Dazu muss man betrachten für was eine OP-Mund-/Nasenschutz entwickelt wurde. Er wurde entwickelt eine Patienten vor der Ansteckung durch den Träger (in der Regel Krankenhauspersonal) zu schützen. Und genau dafür wurden sie  geprüft. Als Schutz für den Träger, also als Atemschutz war und ist sie nicht gedacht.

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA ehem. BGIA) hat eine Untersuchung 2006 durchgeführt, um zu prüfen ob OP-Mund-/Nasenschutz auch als Atemschutz angesehen werden kann.  Interessant ist, das es wohl Produkte gibt, die die Anforderungen der FFP1-Masken erfüllen. Dies aber nicht für alle untersuchten Produkte gilt.

Diese Video des US Department of Labor stellt die Verhältnisse auf Englisch in der USA sehr gut dar. Diese lässt sich sehr gut auf europäische Verhältnisse übertragen. Wenn aber hier andere Normen gelten.

Und was folgt für einen Nutzer daraus?

Ein OP-Mund-/Nasenschutz stellt im Allgemeinen keinen Atemschutz dar. Nur wenn der Hersteller dies bescheinigt, ist es ein Atemschutz. Der dann auch so geprüft werden muss. Es stellt aber einen Schutz für andere dar. Es macht also schon Sinn Kranken oder Krankheitsverdächtige mit so einem OP-Mund-/Nasenschutz auszustatten. Damit wird die Umgebung des Trägers geschützt.

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