Unfallszenarien zur Freisetzung von Alpha- und Beta-Strahlern

Unfallszenarien zur Freisetzung von Alpha- und Beta-Strahlern

Unter dem Titel „Abgeleitete Richtwerte für Maßnahmen zum Schutz von Personen bei Kontaminationen der Umwelt mit Alpha- und Betastrahlern“ hat die Strahlenschutzkommission eine Empfehlung veröffentlicht.

Darin werden die Gefährdungen für die Bevölkerung, die von Alpha- und Beta-Strahlern ausgeht abgeschätzt und bewertet. Interessant ist, dass die ableiteten Werte nicht nuklidspezifisch sind sondern nur nach Alpha- und Beta-Strahlung bei der Bewertung unterschieden wird. Somit lassen sich die Werte durch Einsatzkräfte auch ohne Kenntnis des beteiligten Nuklides bewerten und einordnen. Die Empfehlung selbst ist in die Empfehlung und eine wissenschaftliche Begründung aufgeteilt.

Eine Einleitung zur Empfehlung mit der Möglichkeit diese als pdf-Datei direkt zu laden gibt es hier.

3 Comments

  1. Christian Fritsch

    Hallo Andre,

    vielen Dank für die Information über diese Veröffentlichung der SSK.
    Ich habe sie mal kurz überflogen, daher ist mein Kommentar erstmal nur vorläufig.
    1.“Somit lassen sich die Werte durch Einsatzkräfte auch ohne Kenntnis des beteiligten Nuklides bewerten und einordnen“
    Ich kann mir in einem entsprechenden Einsatzszenario keine Situation ausmalen, in der Einsatzkräfte der Feuerwehr die Entscheidungen um die es da geht (Evakuierung, Jodtabletten, Umsiedlung etc.) treffen würden (dürften/müssten). Ok, du schreibst: „einordnen“, so weit, so gut.
    2. Wo kommen „die Werte“ denn her? Bei selbst ermittelten Werten will ich ja noch glauben, dass uns (Feuerwehr) die Unterscheidung Alpha und Beta Strahler gelingt, aber wie ich Becquerel pro m² oder cm² bestimmen soll ohne das Nuklid zu kennen ist mir angesichts der nuklidabhängigen Empfindlichkeit von Messgeräten und dem cps vs Bq Dilemma schleierhaft.
    3. Die SSK schreibt ja selbst, dass es Hinweise bzw. Handlungsempfehlungen für die Frühphase sind, die Bestimmung des Nuklids (oder Nuklidgemisches) ist weiter wichtig und Grundlage weiteren Handelns also behalten die nuklidspezifischen Empfehlungen weiter ihre Gültigkeit.

    Fazit: Ich sehe die Empfehlung der SSK als gute Ergänzung des Hintergrundwissens. Für den ABC-Zugführer scheinen sie mir aber etwas zu weit zu gehen.
    Mit kollegialen Grüßen aus Dortmund
    Christian Fritsch
    PS: gibt es abschließende Erkenntnisse aus Kevelaer (gerne per Mail)

  2. Andre Schild

    Hallo Christian,
    ich kann mir entsprechend Szenarien vorstellen. Man sollte dabei nicht an Atomkraftwerke denken.
    Spannend wird das lesen des wissenschaftlichen Teil im Zusammenhang mit dem Einsatz von Kontaminationsmessgeräten. Da stehen die Unrechnungen drin von Bq/m2 in ips.
    Gruß
    Andre

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