Die Konzentration als Entscheidungskriterium?

Schon 1538 hat Paracelsus („Die Dosis macht das Gift“) erkannt, dass die Konzentration allein nichts über die Gefährlichkeit eines Stoffes aussagt.

Warum das so ist ist erklärt Prof Dr. Bützer sehr anschaulich auf seiner Homepage

Aus diesem Grund gibt es neben dem AGW (ehemals MAK; Konzentration bei 8 stündiger Exposition 40 Stunden die Woche ohne Atemschutz ohne Beeinträchtigung der Gesundheit) weitere Grenzwerte, die eine wesentlich höhere Relevanz für den ABC-Einsatz bzw. die Gefahrenabwehrplanung haben: Der Einsatztoleranz- und die AEGL-Werte.

Der Einsatztoleranzwert (ETW) ist so ausgelegt, dass die Leistungsfähigkeit von Einsatzkräften ohne Atemschutz bei etwa 4-stündiger Exposition während eines Einsatzes und in der Folgezeit nicht beeinträchtigt wird. Alles Wissenswerte zu den ETW gibt es auf der Homepage des vfdb-Referates 10.

Die AEGL-Werte (Acute exposure guideline levels) dienen als Planungswerte für die sicherheitstechnische Auslegung von störfallrelevanten Anlagen. Darüber hinaus können die Maßnahmen der Alarm- und Gefahrenabwehrplanung und des Katastrophenschutzes auf Grundlage des AEGL-Orientierungsrasters genauer geplant werden. Die AEGL-Werte sind toxikologisch begründete Spitzenkonzentrationswerte

– für verschiedene relevante Expositionszeiträume (10 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunde, 4 Stunden, 8 Stunden)

– für 3 verschiedene Effekt-Schweregrade, die – je nach planerisch zugrundegelegtem Aktionsmaßstab – benötigt werden:

  • AEGL-1: Schwelle zum spürbaren Unwohlsein
  • AEGL-2: Schwelle zu schwerwiegenden, lang andauernden oder fluchtbehindernden Wirkungen
  • AEGL-3: Schwelle zur tödlichen Wirkung

Auf der Homepage des Umweltbundesamtes gibt es die Links zu den AEGL-Listen aus denen die verschiedenen AEGL-Werte entnommen werden können.

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