Interschutz 2010: Chemikalienbindemittel UNI-SAFE Plus und UNI-SAFE pH-Plus

Bei herkömmlichen Bindemitteln ist es notwendig, sich vor dem Einsatz über die Eignung des Bindemittels für den vorliegenden Stoff und die mit dem Einsatz des Bindemittels verbundenen Gefahren zu informieren.

Bei den herkömmlichen Ölbindemitteln kann nach der Aufnahme olefiner Produkte Explosionsgefahr wegen dem Ausgasen des Schadstoffes bestehen. Zudem sind bei herkömmlichen Chemikalienbindemitteln gefährliche chemische Reaktionen möglich und der Schadstoff durchdringt das gesättigte Bindemittel.

„UNI-SAFE Plus“ ist ein universell einsetzbares Chemikalien- und Ölbindemittel für alle Flüssigkeiten, bei dessen Einsatz keine gefährlichen chemischen Reaktionen möglich sind. Man muss sich vor dem Einsatz nicht erst über seine Eignung informieren. Es ist aufgrund seines Aufquellverhaltens ein ausgezeichneter Dammbildner. Gesättigtes Bindemittel wird nicht durchdrungen. Durch den Aufbau einer Dampfsperre während der Flüssigkeitsaufnahme wirkt es als Emissionsbremse, d.h. aufgenommene Stoffe gasen bei weitem nicht so aus, wie bei herkömmlichen Bindemitteln.

Es ist weder allergen, noch gesundheitsgefährdend. Es kann also bedenkenlos mit der bloßen Hand aufgestreut werden. Außerdem ist es nicht umweltgefährdend. Bei seiner Verbrennung entsteht nur CO2 und H2O.

Ein klassisches Anwendungsbeispiel für „UNI-SAFE Plus“ ist der Verkehrsunfall. Mit reinen Ölbindemitteln können nur olefine Stoffe (Benzin, Diesel, Öl, Bremsflüssigkeit etc.) gebunden werden. Sie sind aber nicht in der Lage, Batteriesäure, Kühlwasser oder Flüssigkeit aus der Klimaanlage aufzunehmen. Für diese Stoffe müsste ein weiteres Bindemittel eingesetzt werden. „UNI-SAFE Plus“ nimmt alle Stoffe auf einmal auf. Dank der Dampfsperre  wird die Explosionsgefahr durch die aufgenommenen olefinen Produkte erheblich minimiert.

„UNI-SAFE Plus“ ist ein Farbstoff beigemischt, der als pH-Indikator wirkt. Bei Kontakt mit Säuren verfärbt sich das Bindemittel gelb, bei Kontakt mit Laugen oder alkalischen Substanzen wird die Farbe rot. Dies dient der leichteren Identifizierung unbekannter Flüssigkeiten.

Dank seiner Quellwirkung kann „UNI-SAFE Plus“ auch während Starkregen eingesetzt werden und wird nicht einfach vom Regen fortgespült. Es ist jedoch nur an Land einsetzbar. Da es Wasser anziehend ist würde es im Wasser absinken.

Da „UNI-SAFE Plus“ mit keiner Chemikalie gefährlich reagiert, ist es natürlich auch nicht möglich, mit „UNI-SAFE Plus“ gefährliche Stoffe zu neutralisieren. Das gesättigte Bindemittel muss hinsichtlich Ausrüstung und Schutzkleidung so gehandhabt werden, als ob der aufgenommene Stoff selbst vorliegen würde.Dafür ist es in geeigneten Anlagen möglich, den gebundenen Stoff mittels Destillation zurück zu gewinnen.

Die Preise variieren in Abhängigkeit der gewünschten Verpackung und der Abnahmemenge. Wichtig ist bei der Kosten-Nutzen-Rechnung nicht nur den Anschaffungspreis zu berücksichtigen, sondern die Gesamtkosten des Einsatzes zu betrachten! Dazu müssen die Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Aufnahme- bzw. Bindevermögens und die Entsorgungskosten mit einberechnet werden.

Beispiel für die Kosten-Nutzen-Rechnung:

1 Sack (25 kg) herkömmlicher Binder = 11,66 EUR
5 kg Eimer „UNI-SAFE Plus“ = 67,49 EUR
1 Hobbock (60 kg) Entsorgung = 64,93 EUR

Bei herkömmlichen Bindemitteln beträgt das Bindevermögen 1,7 : 1. Bei „UNI-SAFE Plus“ ist es vom vorliegenden Stoff abhängig. Z.B. beträgt es bei Salzsäure, Natronlauge (in der Beispielrechnung verwendet) 1 : 20, bei Schwefelsäure 1 : 50, bei Ammoniak oder Wasserstoffperoxid 1 : 70.

Während „UNI-SAFE Plus“ nur eine Aussage darüber ermöglicht, ob eine saure oder basische Flüssigkeit vorliegt, enthält die Weiterentwicklung „UNI-SAFE pH Plus“ einen Universalindikator, der mittels Farbumschlägen die grobe ph-Wert Bestimmung einer Flüssigkeit im ph-Bereich 1 – 13 zulässt.

Alle UNI-SAFE Produkte stammen aus dem Hause ÖKO-TEC Umweltschutzsysteme GmbH. Der Hersteller bietet das Bindemittel auch in Pulversprühanlagen zum schnellen und gefahrlosen Aufbringen des Bindemittels in unterschiedlichen Größen an. Das Funktionsprinzip ist dabei das gleiche wie bei Pulverlöschanlagen.

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